Read Nordnordwest: Roman by Sylvain Coher Online

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Zwei Jungen, ein M dchen und das MeerSie m ssen schnell weg aus Frankreich und ihre Idee ist so einfach wie verr ckt Lucky, der Kleine und das in Saint Malo neu hinzugekommene M dchen wollen nach England segeln, ber den Kanal ohne berhaupt segeln zu k nnen Die drei Jugendlichen klauen sich ein altes Segelboot und hoffen, bald in Plymouth ein Bier zu trinken Auf dem Boot aber ist es eng, der Himmel ber dem Kanal schrecklich weit, die berfahrt wird zur Irrfahrt berm det, hungrig, zerstritten und ohne klare Orientierung treiben sie auf dem Wasser Ein ergreifender Roman ber drei junge Menschen auf der Suche nach ihrem Leben und ber das Meer mit all seiner Macht und brutalen Herrlichkeit....

Title : Nordnordwest: Roman
Author :
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ISBN : 3423280905
ISBN13 : 978-3423280907
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 13 Januar 2017
Number of Pages : 470 Pages
File Size : 877 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nordnordwest: Roman Reviews

  • Amazon Kunde
    2019-03-18 19:28

    Als Segler kann ich nur sagen. Ganz viele sachliche Fehler, die allein deshalb schon den Spaß am Lesen verderben. Ansonsten ist die Story auch eher mau. Ich hatte mehr erwartet.

  • M. Lehmann-Pape
    2019-03-20 12:24

    Eine Nussschale von Bott, drei Kojen gerade so eingebaut. Keine Ahnung vom Segeln (nur das Mäfchen hat da durch ihre Eltern das ein oder andere aufgeschnappt) und dann raus auf den Ärmelkanal.Zwei der drei Jugendlichen, „Lucky“ und „Der Kleine“ sind auf der Flucht, etwas Furchtbares scheint passiert zu sein. Und das Mädchen, aus bestem Hause, schließt sich an in St. Malo, der Hafenstadt, in der die drei zusammenkommen. Warum das Mädchen so dringend weg möchte, ob es an Lucky liegt, den sie anhimmelt, ob noch anderes dahintersteckt, das wird dauern, diese Motive näher kennenzulernen.„Eine dümmliche Romantikerin, süß und klebrig wie Hustensaft“, so sieht das „Der Kleine“. Der ziemlich abgezockt ist, wie der Leser feststellt, als er ihn auf einer ersten „Einkaufstour“ durch ein Modegeschäft begleitet.Sehr genau erzählt Coher, Schritt für Schritt und Tau für Tau und Segel für Segel vollzieht sie das „Bedienen“ des Bootes ebenso, wie sie, Schein für Schein, den „Geldautomatentrick“ vor Augen führt. Und ebenso ruhig, in die Tiefe gehend, geht sie ihren drei Protagonisten nach, die, der Natur ausgesetzt, verirrt, untereinander in der Enge des Bootes mehr und mehr in Reibung geratend, sich den existenziellen Fragen des Lebens stellen werden.Warum ist man hier? Wohin wendet man sich, wenn man keine Anhaltspunkte hat? Wie gelingt es, mit Schuld umzugehen? Einander zu ertragen?Düster ist die Atmosphäre, hart scheinen die beiden männlichen Jugendlichen zu sein, auch wenn Lucky durchaus zärtliche Anwandlungen für das Mädchen zeigt. Vielleicht kann das der Schlüssel sein, am Ende heil anzulangen? Wobei keiner der Drei weiß, wie es dann weitergehen soll, sollte man England tatsächlich erreichen?Seenot wird sich einstellen und Verluste, die zu tragen sein werden.„In der Geschichte klaffte eine große Lücke…..trotzdem schämten sie sich insgeheim. Sie hatten das Gefühl, die Slangevar zu verraten. Als wäre sie mehr, als ein Boot“.Und dass stimmt, dieses kleine Segelboot war für eine Zeit das Leben. Mit allen Höhen, vor allem aber mit tiefen Tiefen. Sturm, Wellengang, Dunkelheit, keine Orientierung mehr möglich.Man muss sich hier als Leser gar nicht sehr bemühen, um die Symbolik der „Nussschale“ auf dem „weiten Ozean“, die Hoffnungen und (teils geplatzten) Träume eines „heil Anlangens“ auf das Leben selbst hin zu übersetzen. Dass düstere Zeiten kennt und die Frage, wohin die Reise geht und warum als zu beantwortend als Aufgabe in dieses Leben stellt.Das mit Schlägen, Stürmen, Verlusten, aber auch mit Hoffnungen und Sehnsüchten den Menschen formt, wie das Meer ununterbrochen im Buch seine Wirkung auf die drei unbedarften Segler ausübt. Und es bleibt nicht aus, so dicht Coher zu erzählen versteht, das man mitfiebert mit den drei „verlorenen Seelen“ und in der Lektüre, trotz des eher unprätentiösen Endes, nicht nachlässt, bevor man zumindest ahnt, was die drei unterschiedlichen Jugendlichen auf dieses Boot letztlich verschlagen hat.

  • Christian Döring
    2019-03-20 17:37

    Von dem studierten Literaturwissenschaftler Sylvain Coher hatte ich bislang nochnichts gelesen, stürzte mich also voller Neugier in "NordNordWest".Die Story ist nicht sonderlich umfangreich gestrickt, auch nicht besonders geschicktverpackt, was mich viel stärker beeindruckt sind die Schilderungen der Naturgewalten.Da brilliert der Autor.Teenager wollen dem scheinbar sinnlosen Alltag entfiehen, vertrauen sich einem kleinenSegelboot an und bemerken sehr schnell wie klein sie doch sind und wie zerbrechlichsie der großen rauen Welt ausgeliefert sind.Wie gesagt die Bildersprache von Sylvain Coher hat mich berührt und vor allem hat siemich oft in andere viel aktuellere Bezüge gebracht. Als Flüchtlingsgeschichte wäredieses Buch sicher viel mehr eingeschlagen, hätte weit wesentlichere Fragen aufwerfenund behandeln können ... Fragen die sicher auch für einen größeren Leserkreis derzeitinteressant gewesen wären.Fazit: Großartige Beschreibung der Naturgewalten, wäre doch die Story eindrucksvollergewesen!

  • RTiesler
    2019-03-23 11:32

    Mit einem Boot von Frankreich nach England. Das sollte doch kein Problem sein, findet Lucky. Das kriegen sie schon hin.Lucky will weg, muss weg. Er, ein etwas jüngerer Typ, der einfach nur der Kleine ist, und ein Mädchen, das sie in Saint-Malo kennenlernen, verlassen das Land. Sie wollen nach England segeln. Sie klauen ein altes Segelboot, die "Slangevar". Sie beschaffen sich noch Proviant und Benzin, und dann kann es losgehen.Einen Tag, eine Nacht, und dann sind sie da. Davon ist Lucky überzeugt. Sie haben keine Seekarte, nur ein Seemannshandbuch.Aber die Überfahrt dauert länger. Viel länger. England scheint sehr viel weiter entfernt zu sein, als alle dachten. Und irgendwann stellt sich die Frage, ob sie überhaupt in England ankommen."Nordnordwest", das ist der Kurs, den die "Slangevar" nehmen muss, und so heißt auch der Roman vom französischen Autor Sylvain Coher. Er erzählt von zwei Jungen, einem Mädchen, einem Schiff und dem Meer.Anfangs noch voller Mut, müssen die Jugendlichen bald auf See kämpfen. Es ist ein spannendes Abenteuer mit vollkommen offenen Ausgang. Sehr lange bleibt unklar, wie die Überfahrt endet - auf See oder irgendwo an Land.Leider kommt die Dramatik nicht immer so klar im Text rüber, seltsam nüchtern berichtet der Autor, was sich auf dem Boot zuträgt. Zwar ist die Erzählung dramatisch, die Erzählweise ist es nicht ganz. Eine merkwürdige Diskrepanz, die ein wenig schade ist. So sorgt die Story selbst für Spannung, nicht der Stil des Autors.