Read Stephan Hermlin im Visier des Feuilletons: Eine kommentierte Presse-Schau by Julia Hans Online

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Essay aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik Neuere Deutsche Literatur, Note 1,7, Humboldt Universitat zu Berlin Deutsche Literatur , Veranstaltung Vertiefungskolloquium, Sprache Deutsch, Abstract Die Arbeit befasst sich mit der feuelletonistischen Auseinandersetzung mit Karl Corinos Artikel Stephan Hermlin hat seinen Lebensmythos erlogen Dichtung in eigener Sache, der am 04.10.1996 in der ZEIT veroffentlicht wurde In diesem wirft Corino Hermlin vor, er habe durch in seinem stets als Autobiographie deklarierten Werk Abendlicht falsche Angaben getatigt und somit seine Vita gefalscht Die Arbeit fasst zunachst die Debatte zusammen, um sie in einem nachsten Schritt literaturwissenschaftlich auszuwerten....

Title : Stephan Hermlin im Visier des Feuilletons: Eine kommentierte Presse-Schau
Author :
Rating :
ISBN : 3656264953
ISBN13 : 978-3656264958
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : GRIN Verlag Auflage 2 4 September 2012
Number of Pages : 16 Seiten
File Size : 777 KB
Status : Available For Download
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Stephan Hermlin im Visier des Feuilletons: Eine kommentierte Presse-Schau Reviews

  • Gustav Radbruch
    2019-05-07 16:12

    Dieses Buch basiert auf einer Lüge, um dann mit dieser Lüge sozusagen als Neuauflage fortzufahren, wie die Autorin auf Nachfrage selbst erklärt hat. Abendlicht sei eine Autobiographie des Schriftstellers Stephan Hermlin, dies wolle Sie mit wissenschaftlicher Exaktheit bewiesen haben. Wenn dem so ist, wird Sie sicher auch kaum Schwierigkeiten damit haben Karl May gesammelte Werke, oder jene des Barons von Münchhausen, als gefälschte Autobiographien zu entlarven.Sowenig aber wie man die Veröffentlichungen Jörg Baberowskis oder Guido Knopps , die SUPER-ILLU oder die BILD-Zeitung lesen muss, um zu wissen was darin steht, sowenig muss man sich oben beworbenes Buch antun um dennoch etwas dazu schreiben zu können.Es lässt sich nämlich ganz simpel feststellen, dass Carl Corino lügt, wenn er behauptet, Stephan Hermlin hätte mit seinem Alterswerk Abendlicht, seine Biographie gefälscht. Ein kurzer Blick in den Klappentext des Buches ist völlig ausreichend. Dort steht klar und unmissverständlich, dass hier eine literarische Synthese aus selbst Erfahrenes, in Novellen und Essays Erfundenes und Erträumtes, Wahrheit und Dichtung, Erlebnis und Evokation, keineswegs aber eine Autobiographie vorliegt. Soviel zu den für Jedermann leicht zu überprüfenden Tatsachen, die auf einer DINA5 Seite hinreichend Platz gefunden hätten. Es bleibt dann lediglich noch die Frage offen, warum indem was hierzulande unter freier Presse firmiert, Corinos völlig frei erfundenen Verleumdungen, immer wieder und immer wieder als Tatsachen hingestellt werden und warum man allen Ernstes damit seine Zeit vertrödeln soll.Der offensichtliche, erst jüngst erfahrene Umstand, dass sich dennoch Jemand damit aufhält, hat allerdings weder mit Corino, noch Hermlin zu tun. Die Motive hierfür sind anderer Natur und gehören von daher nicht hierher. Wessen Zeit hingegen zu kostbar ist um Sie mit der verlogenen Heuchelei der hiesigen Bewusstseinsindustrie ( Hans-Magnus Enzensberger ) und deren TUIS ( Brecht ) zu verbringen oder wer dem Qualifizierteres vorzieht, dem ist sicherlich, mit 3 Hinweisen gedient. Im ersten kann eine Magisterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Magister Artium im Fach Neuere Deutsche Literatur gelesen werden, dessen Autor sich gleich zu Beginn seiner Arbeit, zu der Feststellung veranlasst sieht, dass Corinos Untersuchungen wissenschaftliche Standards nicht genügen. Nachzulesen unter Hermlin.deEin weiterer Hinweis hat die Hexenjagd des deutschen Literaturstreits der neunziger Jahre zum Inhalt, worin natürlich auch das mediale Halali, das wie man sieht, bis in unsere Tage fortgeführt wird, auf Stephan Hermlin nicht zu kurz kommt.Einfach googlen unterTertium non datur„Literaturstreit“ in Deutschland: Menetekel einer KulturwendeDes Weiteren soll hier noch ein Zitat aus berufenen Munde eingefügt werden.ZitatKurz vor seinem Tod im April 1997 sah sich Hermlin heftigen Angriffen ausgesetzt. Im Zeit-Dossier (4.10.1996) veröffentlichte Karl Corino einen Artikel unter dem Titel „ die Dichtung in eigener Sache“, indem er Hermlin der Lebenslüge bezichtigte. Er unterstellte Ihm ungerechtfertigte Behauptungen, etwa dass sein Vater in Sachsenhausen ermordet worden sei ( er war zu dieser Zeit Häftling dort ),dass Hermlin Offizier im spanischen Bürgerkrieg gewesen sei ( er war nur kurz als Bote in Spanien ),usw. Corino berief sich dabei im Wesentlichen auf den fiktionalen Text Abendlicht und nicht auf nachweisliche Behauptungen Hermlins.Zitat EndeZitiert aus Metzler Lexikon der DDR Literatur, deren Herausgeber Michael Opitz und Michael Hofman, Dozent am IE Berlin der Eine, Professor für neue deutsche Literatur an der Universität Paderborn der Andere, als ausgewiesene Fachleute über jeden Zweifel erhaben sind.Man muss also nach wie vor Corinos dummdreiste Diffamierungsversuche, genauso wenig wie die BLÖD Zeitung im Original lesen, um zu wissen was dort geschrieben steht. Der Blick in ein seriöses Nachschlagewerk ist völlig ausreichend. Wenn BLÖD-Zeitungsleser dies nicht verstehen können, ist dies Ihren offensichtlichen Grenzen geschuldet. Mögen Sie also bei dem bleiben, was Ihren Möglichkeiten zuträglich ist und Sie nicht überfordert.Wer dies wünscht, kann sich also mit diesen Hinweisen nicht nur qualifiziert über Stephan Hermlin erkundigen, sondern er kann dabei sogar noch 13,99 Euro dabei sparen.Ebenso lohnend aber ist es sicherlich sich mit dem leider nur schmalen literarischen Werk Hermlins, vor allem seinen kenntnisreichen Essays über Literatur, Geschichte und Politik zu befassen. Hier zu benennen sind vor allem "Lektüre - Über Autoren, Bücher", sowie "Stephan Hermlin Äußerungen 1944 - 1982".Ein Ende finden soll diese Rezession, mit dem Zitat eines Dichters, dessen Platz im Pantheon der deutschen Literatur, will man Marcel Reich-Ranicki glauben, ungeheuer oben ist.Wer die Wahrheit nicht kennt, der ist nur ein Dummkopf, wer Sie aber kennt und eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.Bertolt Brecht in Das Leben des Galilei