Read Diderots Enzyklopädie: Mit Kupferstichen aus den Tafelbänden (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 13) by Denis Diderot Online

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Die Encyclop die ou dictionnaire raisonn des sciences, des arts et des m tiers, konzipiert von Denis Diderot und Jean le Rond d Alembert ist das Synonym f r die europ ische Aufkl rung geworden von den sterilen und langweiligen Lexika unserer Zeit, deren Inhalt immer schneller veraltet, unterscheidet sich die Encyclop die radikal Ihren Autoren ging es nicht nur darum, ein Kompendium des damaligen Wissens zu erstellen, ihr Ziel war es, die Welt neu zu denken Das macht die Lekt re auch heute noch, wo uns der Gedanke, die Menschheit k nne durch Wissen gl cklicher werden, immer k hner erscheint, zum Vergn gen.Die gesamte Enzyklop die bestand aus 17 Text 71.818 Artikeln und 11 Tafelb nden 2885 Kupferstiche und wurde von einer Vielzahl von Autoren geschrieben Die nun erscheinende Ausgabe Diderots Enzyklop die wird die wichtigsten Artikel Diderots enthalten, der mit mehreren tausend Eintr gen einen L wenanteil der Arbeit bernahm Neben seinen brillanten polemischen Beitr gen kommen auch die ber hmten Mitstreiter wie Rousseau, Voltaire und Montesquieu zu Wort Auch die ketzerischen Kassiber werden nicht fehlen, die immer wieder die Zensur auf den Plan riefen Das Hauptkriterium der Auswahl ist jedoch die berlegung, was uns aus diesem riesigen Steinbruch des Lebens heute noch interessieren kann Welche der 72ooo Artikel geh ren zum geistigen Handgep ck f r das dritte Jahrtausend Die Antwort auf diese Frage versuchen Annette Selg und Rainer Wieland mit ihrer Auswahl zu geben.Neu und spektakul r an dieser Ausgabe ist die Beigabe von Kupferstichen aus den Tafelb nden Diese werden nicht den einzelnen Artikeln zugeordnet, sondern als eigenst ndige Themenstrecken je zwischen 12 24 Seiten Natur, Tiere, Landschaft, Handwerk zusammengestellt und bieten einen berblick ber Thematiken, die in der Textauswahl nicht ber cksichtigt werden Gemeinsam vermitteln Text und Stiche noch heute g ltiges Wissen und erg nzen sich auf diese Art vortrefflich....

Title : Diderots Enzyklopädie: Mit Kupferstichen aus den Tafelbänden (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 13)
Author :
Rating :
ISBN : 3847700138
ISBN13 : 978-3847700135
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Die Andere Bibliothek Auflage 1 9 September 2013
Number of Pages : 107 Pages
File Size : 962 KB
Status : Available For Download
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Diderots Enzyklopädie: Mit Kupferstichen aus den Tafelbänden (Foliobände der Anderen Bibliothek, Band 13) Reviews

  • Dieter Marx
    2019-01-08 03:38

    Ich habe vor kurzem einen Roman über die Entstehung der Enzyklopädie gelesen und war sehr erfreut als ich in der Welt am Sonntag den Buchtip über Diderots Enzyklopädie sah.Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.Die Kupferstiche sind sehr detailgetreu und die Erklärungen aus der damaligen Zeit sind sehr erstaunlich,manchmal auch erheiternd.Ob es wohl irgendwann einmal einen Nachdruck der gesamten Enzyklopädie geben wird???Es lohnt sich auf jeden Fall sich dieses Werk zu kaufen. Ich bin begeistert.

  • Volker M.
    2019-01-06 06:49

    Es war eine Mammutaufgabe. In 20-jähriger Teamarbeit schrieben Denis Diderot und seine Kollegen 72000 Artikel für ihre monumentale Enzyklopädie. 11 Foliobände mit akkuraten Kupferstichen ergänzten die 17 großformatigen Textbände. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war damals hochinnovativ: Oft schrieben ausgewiesene Experten die Artikel zum Thema - Handwerker wie Akademiker. Alleine 150 Autoren sind namentlich bekannt.Dabei war die Arbeit alles andere als einfach. Der Aufklärer Diderot musste die Zensur immer wieder überlisten: Direkte Beiträge über König, Gott und Kirche blieben zahm und linientreu, die Angriffe gegen Obrigkeiten versteckten die Autoren dagegen raffinierter: Am Ende des Textes zum "Menschenfresser" findet sich zum Beispiel ein Querverweis zu "Eucharistie, Kommunion, Altar etc.". Liest man zum Stichwort "Aberglaube", glaubt man die Rituale der Kirche darin beschrieben. Ähnliche Sticheleien gab es auch gegen Staat und König und entsprechend hart gingen die Obrigkeiten zu Gericht. 1759 wurde die weitere Veröffentlichung der Enzyklopädie untersagt, das Druckprivileg zurückgenommen und das Wörterbuch landete auf dem Index der katholischen Kirche. Erst später konnte das Unternehmen fortgesetzt werden - ironischerweise mit Billigung des Königs, der an den interessanten und elegant geschriebenen Artikeln durch Vermittlung der Madame Pompadour dann doch Gefallen fand.Diderots Enzyklopädie ist ein Schlüsselwerk der Aufklärung. Nicht nur in den Beiträgen zur "Intoleranz", "Sklaverei" oder dem "gesunden Menschenverstand" verbreitet es den Geist der Rationalität und Menschlichkeit, sondern aus fast allen Beiträgen spricht mehr oder weniger direkt der Zweifler. Alles wird hinterfragt und was nicht verifizierbar ist, wird verworfen. Dabei stecken viele Texte und auch Abbildungen voller Ironie. Unter der Darstellung eines flehentlich die Hände zu Gott erhebenden Mönches steht beispielsweise die sarkastische Bemerkung "Modell für Gewandstudien" und häufig enden die Beiträge mit einer bissigen Schlusspointe, die gegen Staat und Kirche zielt. Diderot war nicht nur bekannt für seinen eleganten Stil, sondern auch für seinen scharfzüngigen Witz.Reich wurde mit der Enzyklopädie übrigens nur der Verleger Le Breton. Diderot und seine Mitstreiter arbeiteten über 20 Jahre ohne Lohn, einige mussten sogar ihre Häuser verkaufen, um das Projekt fortzuführen. Le Breton zahlte ihnen keinen Ausgleich, dabei waren die verlegerischen Erlöse astronomisch. Das Wörterbuch war der größte Bucherfolg des 18. Jahrhunderts. Diderot, mittlerweile in ganz Europa berühmt, wurde erst finanziell unabhängig, als er eine Leibrente der russischen (!) Zarin Katharina der Großen erhielt.Leider sind, bedingt durch die eingeschränkte Auswahl, nicht mehr alle Querverweise existent. Dadurch entfällt ein wenig der Sog, den gute Lexika (oder auch Wikipedia) ausüben, wenn man sich von Stichwort zu Stichwort hangelt und darüber die Zeit vergisst. Ein weiterer Kritikpunkt sind die fehlenden Legenden der Kupfertafeln. Es entgeht dem Leser eine Menge Information und manchmal reduzieren sich die Abbildungen dadurch auf das rein Dekorative. Das ist wirklich bedauerlich, denn insbesondere die technischen Zeichnungen sind von bemerkenswerter Präzision. Die Auswahl von Text und Bild insgesamt ist sehr durchdacht und orientiert sich vor allem daran, was einen Menschen unserer Zeit auch heute noch interessiert. Auch fangen die Übersetzungen die Eleganz und den Witz des Originals wunderbar ein. Trotz der zeitlichen Distanz lesen sich die Beiträge ausgesprochen flüssig.Die Auswahl der Kupfertafeln orientiert sich an unterschiedlichen Kategorien, wie z. B. Naturwissenschaften, Technik oder Militärwesen. In der Regel gibt es zugehörige Textbeiträge, einige Tafeln wurden jedoch ausgewählt um den wahrhaft enzyklopädischen Anspruch des Wörterbuchs noch besser zu illustrieren.Der Satz bildet den zweispaltigen Druck des Originals nach, eine klare Typografie und der sparsame Einsatz von Initialen ergeben ein edel-zurückhaltendes Seitenlayout, das der Bedeutung der Enzyklopädie in jeder Hinsicht würdig ist.Anette Selg und Rainer Wieland bemerken im Vorwort völlig richtig, dass "im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts den Enzyklopädien der subjektive Geist ausgetrieben wurde". Gerade die Subjektivität macht Diderots Enzyklopädie nicht nur zu einem unerschöpflichen Archiv des Lebens im 18. Jahrhundert, sondern lässt die Texte auch nach fast 300 Jahren so lebendig erscheinen, als seien sie gerade erst geschrieben worden.

  • Zoppotropp
    2019-01-01 10:42

    Lange habe ich mich auf dieses Buch gefreut, bin nun aber unerwartet enttäuscht. Das Layout ist doch eher langweilig und die Abbildungen wirken wie Fremdkörper und haben rein illustrativen Charakter - der Erkenntnisgewinn tendiert gegen Null. Befremdlich scheint mir auch, dass die meisten Artikel der Auswahl von Louis de Jaucourt stammen, den Diderot selbst als "pedantischen Vielschreiber" bezeichnete. Warum nicht mehr Texte von z. B. Rousseau oder Voltaire? Die Auswahl der Artikel erscheint willkürlich und uninspiriert, es findet sich der "Furz" aber wo ist der "Gesellschaftsvertrag"? Was hätte Mathias Greffrath (Montaigne) daraus gemacht? Sicherlich wäre es lustiger und gewinnbringender geworden. Schade!