Read Nach dem Krieg: Wie die Deutschen Amerikaner wurden by Hellmuth Karasek Online

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Gl nzend erz hlt und mit vielen Anekdoten l sst Hellmuth Karasek die Nachkriegsjahre wiederauferstehen und zeigt, wie wir Deutschen Amis wurden Erstens, um nicht Russen werden zu m ssen, und zweitens, weil der American Way of Life so unwiderstehlich war in Musik, Mode, Kultur und Film.Im Elend der zerbombten St dte suchten die Besiegten eine neue Identit t die fanden sie, zumindest im Westen des bald geteilten Landes, in der Identifizierung mit den Amerikanern Junge Frauen flirteten gern mit den properen GIs, junge M nner fanden neue M nnlichkeitsbilder bei Marlon Brando und James Dean Alle liebten die Comics von Micky Maus, die Schmachtfetzen aus Hollywood, die hei en Rhythmen Da konnten die Bewohner der Sowjetischen Besatzungszone nur neidisch ber die innerdeutsche Grenze blicken eine der Amerikanisierung des Westens entsprechende Sowjetisierung hat es dort nie gegeben Im Gegenteil Die Bedrohung durch den Osten erf llte den Zweck, die Identifizierung mit der westlichen Schutzmacht zu steigern.Hellmuth Karasek entwirft ein differenziertes Bild dieser pr genden Zeit deutscher Geschichte und l sst sie in seinem so pers nlichen wie geistreichen Buch lebendig werden wie selten zuvor Sein neues Werk ist eine nuancierte Bestandsaufnahme seiner Beziehung zu Amerika und unserer eigenen....

Title : Nach dem Krieg: Wie die Deutschen Amerikaner wurden
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ISBN : 9783958900042
ISBN13 : 978-3958900042
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Europa Verlag Auflage 1 12 Januar 2016
Number of Pages : 187 Pages
File Size : 676 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nach dem Krieg: Wie die Deutschen Amerikaner wurden Reviews

  • Waschbär
    2019-03-21 20:04

    Achtung Etikettenschwindel ! Jeder, der das 1996 im W. Heyne-Verlag publizierte Buch "Go West !" von H. Karasek im Bücherschrank hat, soll vom Erwerb dieses Buchs absehen. Rund 90% des Inhalts sind identisch.

  • tipundtop
    2019-03-19 16:36

    Dem Vorwort, geschrieben von Karaseks Gattin, entnehme ich, Karasek das Buch nicht mehr selber fertigstellen konnte, sondern es in seinem Sinne von seinem Freund Michael Seufert beendet wurde.Zu Beginn des Buches wird das Kriegsende beschrieben, eine Zeit, in der sich die jungen deutschen Frauen lieber den GIs für Nylons, Zigaretten, Coca-Cola und Kaugummis hingaben und die armen Russen, die keine Geschenke gegen Zärtlichkeit und Sex austauschen konnten als Vergewaltiger verschrieen wurden.Das restliche Buch, abgesehen vom letzten Kapitel widmet sich zum einen Karaseks Kindheit, Schulausbildung, Flucht, weiterem Lebenslauf; sehr interessant fand ich hierbei seine Beschreibungen, wie die Regierung in Ost und West um die erwünschte Meinung war ( köstlich der Witz zur Butter).Ausführlich beschreiben die Autoren den Wandel der Moralvorstellung im Laufe der Jahrzehnte, erzählen von GI-Liebchen, Rosemarie Nitribitt,Vera Brühne, von Büchern, Liedern, Karnevals-, Schlagern mit jeweiligen Textwiedergaben ( zum Teil nur auszugsweise) und Kinofilmen, deren Inhaltsgaben mit Interpretation schon fast für einen Kinoführer ausreichen würden. Bei den amerikanischen Filmen werden die aufgezählt, in denen die Sehnsucht nach Europa, insbesondere nach Paris und Rom im Mittelpunkt stehen. Thematisiert werden ebenso Ereignisse jener Zeit wie die Krönung Eilizabeth II, Kennedys Ermordung oder Werke Loriots. Allesamt sollen sie den Zeitgeist und die verklemmte Moral dokumentieren, wozu Herr Karasek auch viele eigene mißglückte oder erfolgreiche Eroberungsversuche anführt und nicht vor der Preisgabe von Details aus den Leben anderer zurückschreckt, sie zum Teil namentlich benennt und sie als homophil outet ( selbst wikipedia wußte es von einigen noch nicht einmal). Mich persönlich interessieren solche Vorlieben anderer überhaupt nicht und ich würde sie in der Bildzeitung oder Regenbogenpresse erwarten, finde es eher niveaulos als literarisch, andere derart vorzuführen – und weder nötig um die Nachkriegsjahre oder, wie wir Amerikaner wurden, zu verstehen. Ferner gibt es Kapitel z.B. zum Billardspielen, zum „Wort zum Sonntag“, zum Feiern, Saufen, zu Kreppsohlen und Cordhosen, zu Elvis, den Beatles und James Dean ...Und schließlich, im letzten, dem 53. Kapitel ( S. 308-322), das den Titel trägt „Entenschwanz und Nietenhose – wie wir Amerikaner wurden“ dreht es sich endlich um die zweite Hälfte des Buchtitels, in dem nochmals GI-Liebchen aufgeführt werden, aber auch Kinofilme, Care-Pakete, und die aus den USA herübergeschwappten Vorzüge wie Supermärkte, Jeans, Joggen, Aerobic, Hometrainer, Fastfood, Schönheits-OPs sowie der amerikanische Führungsstil in Konzernen und Politik.Wie wir Amerikaner wurden, habe ich dabei nicht so ganz erfahren, diese Auflistung war mir etwas zu dürftig, zumal sich viele dieser wenigen Anichten ja auch noch wiederholten und uns genauso wenig zum Amerikaner machten wie heutzutage Reis oder Sushi essen, Karaoke singen, Mangas lesen zum Japaner. Die Memoiren aus Karaseks Sturm- und Drangzeit, insbesondere seine Herausforderungen unter Adenauer und dem Kuppelparagraphen endlich Sex mit einer Frau haben zu können, fand ich genauso überflüssig wie seine oben bereits erwähnten Nachreden anderer, die mir z.T. wie eine persönliche Abrechnung erschienen.Die Stimmung, Lebensumstände und das Lebensgefühl nach dem Krieg sowie in den 50er und 60er Jahren wurden gut vermittelt, obwohl ich die Zitate der Liedtexte und langen Nacherzählungen der aufgeführten Kinofilme nicht gebraucht hätte, denn diese kennen auch die meisten, die damals noch nicht gelebt haben – diese vielen Seiten wirkten auf mich, als solle lediglich der Umfang des Buches damit erhöht werden.Fazit: In diesem Buch ist nicht alles drin, was draufsteht.